René Wolf tritt für die Freien Wähler Klingenberg – Röllfeld an

Am 20. Oktober 2025 wurde René Wolf bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wähler Klingenberg – Röllfeld mit allen gültigen Stimmen zum Bürgermeisterkandidaten gewählt.
Zugleich konnten mehrere neue Mitglieder gewonnen werden, die künftig aktiv an der politischen Arbeit mitwirken möchten.
Der 38-jährige Finanzfachwirt und Unternehmer lebt mit seiner Frau in Röllfeld. Er betont, dass er kein Allheilmittel für die Herausforderungen der Stadt sei, jedoch überzeugt ist, „in der Phase, in der Klingenberg jetzt steckt, genau der Richtige zu sein“.
Ein Schwerpunkt seiner Kandidatur liegt auf der Belebung der Altstadt. Förderprogramme und Vergünstigungen sollen gezielt so ausgerichtet werden, dass kleinere Betriebe, Cafés und Einzelhändler wieder eine echte Chance erhalten.
Zudem sollen bestehende Veranstaltungen in der Altstadt künftig besser koordiniert und strukturiert werden, um für Einwohner und Gäste ein lebendiges Angebot zu schaffen.
Wolf legt außerdem großen Wert auf Transparenz und Bürgernähe.
„Politik darf nicht nur offen für alle sein – sie muss die Menschen aktiv mitnehmen“, betont er.
Geplant sind regelmäßige Bürgernachmittage, bei denen Ideen eingebracht und diskutiert werden können.
Darüber hinaus möchte er die digitale Kommunikation zwischen Stadt, Vereinen und Bürgerschaft ausbauen, um Beteiligung einfacher und direkter zu gestalten.
Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Klingenberg.
Unternehmen, die sich vor Ort ansiedeln oder erweitern möchten, sollen künftig gezielte Unterstützung und Ansprechpartner innerhalb der Verwaltung finden.
„Wirtschaftliche Stärke bedeutet Arbeitsplätze und Perspektiven für junge Familien“, so Wolf.
Damit diese Familien auch in Klingenberg bleiben können, müsse die Stadt zudem bezahlbaren Wohnraum schaffen – beispielsweise durch neue Baugebiete in Zusammenarbeit mit der städtischen Bau- und Wohnungsgesellschaft.
Leerstände, die Bebauung ungenutzter Grundstücke, die Entwicklung eines klimaresilienten Stadtwaldes sowie der Ausbau der Digitalisierung in der Stadtverwaltung sieht Wolf als grundlegende Aufgaben, die jeder Bürgermeister anpacken muss.
„Diese Themen sind so selbstverständlich, dass ich mich in meiner Vorstellung bewusst auf das Besondere konzentriert habe“, erklärt er mit einem Augenzwinkern.
„Schließlich sind Pressemitteilungen im Platz begrenzt.“
Auch die ältere Generation und die Jugend sollen stärker in die Stadtentwicklung einbezogen werden.
Barrierefreie Treffpunkte, Nachbarschaftsinitiativen und moderne Freizeitangebote sind ihm ebenso wichtig wie die Idee eines Jugendrates, der jungen Menschen Mitspracherecht gibt.
„Unsere Senioren und unsere Jugend sind zwei starke Säulen der Stadt – sie verdienen Raum und Stimme“, erklärt Wolf.
Ein weiteres Anliegen gilt der Landwirtschaft, dem Naturschutz und der Sauberkeit in Stadt und Flur.
„Unsere Landwirte leisten einen zentralen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft. Sie verdienen Unterstützung statt Hürden“, so Wolf.
Er möchte Anreize schaffen, regionale Produkte und nachhaltige Bewirtschaftung zu fördern.
Zugleich müsse mehr für die Sauberkeit und Pflege öffentlicher Flächen getan werden – etwa durch gemeinsame Aktionen, bessere Ausstattung der Bauhöfe und klare Regeln gegen illegale Müllentsorgung.
„Ein gepflegtes Stadtbild und der Schutz unserer Natur sind nicht nur Umwelt-, sondern auch Lebensqualitätsfragen“, fasst er zusammen.
Langfristig sieht Wolf die Verbesserung der Stadtfinanzen als zentrales Ziel:
„Nur wenn die Pflichtaufgaben gesichert sind, kann eine Stadt sich auch freiwillige Leistungen leisten – also jene Dinge, die das Leben in Klingenberg wirklich schöner machen.“
